Auf dem Land

Hier möchten wir Ihnen die aktuellen News rund um das Thema "Auf dem Land" präsentieren und interessante und informative Artikel zum Download anbieten:

Güllesperrfrist verschieben

Auf Ackerland vom 01. November bis zum 31. Januar und auf Grünland vom 15. November bis zum 31. Januar darf grundsätzlich keine Gülle, Gärreste, Geflügelmist etc. ausgebracht werden. Auch in diesem Jahr ist es möglich, die Ausbringungssperrfrist auf Antrag bei der LWK Niedersachsen um zwei Wochen zu verschieben:
• die Sperrfrist auf Grünland beginnt damit am 01. November und endet am 15. Januar
• die Sperrfrist für Ackerland beginnt damit am 15. Oktober und endet am 15. Januar

Für den Antrag wird eine Gebühr in Höhe von 50 € erhoben. Das entsprechende Antragsformular finden Sie hier zum Download. Der Antrag muss spätestens bis 5 Werktage vor dem 15. Oktober (Ackerland) bzw. vor dem 31. Oktober (Grünland) bei der LWK vorliegen.

Verschiebung der Güllesperrfrist.pdf
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sperrfrist_einzelantrag_2012.pdf
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Klimaschutzkonzept der Stadt Meppen

Die Stadt Meppen entwickelt derzeit ein kommunales Klimaschutzkonzept. Hier sollen verschiedene Maßnahmen gefunden, bewertet und umgesetzt werden, die geeignet sind, die Klimaschutzziele, vorrangig die Reduktion der Treibhausgase nachhaltig zu erreichen.
Neben einer Auftaktveranstaltung gab es mehrere Arbeitsgruppensitzungen, die sich dann detaillierter mit den Maßnahmen beschäftigt haben (z.B. Ausbau erneuerbarer Energien). Unsere Geschäftsführer Rudolf Brüning und Andreas Scholz haben sich aktiv an verschiedenen Veranstaltungen beteiligt. Hier ein kurzes Resüme.
Es ist interessant, diesen Prozess aktiv zu begleiten, weil die ganze Bandbreite der Problematik deutlich wird und die Vielzahl der Ansatzpunkte. Es ist aber auch klar, dass Klimaschutz niemals isoliert für sich betrachtet werden kann. Er muss überzeugend eingebettet werden in die allgemeinen Entwicklungsziele und –maßnahmen, um Akzeptanz zu finden und Umsetzung zu erfahren. Man sollte künftig alle Maßnahmen auch auf ihre Energie- und Klimabilanzen hin bewerten.
„Wir haben hier einige interessante Aspekte zu Themen erfahren können, die uns in unserer täglichen Arbeit bisher seltener begegnet sind. Andererseits konnten wir unsere Erfahrung und Anregungen vor allem aus dem Bereich der Biogasgewinnung und der Nahwärmeversorgung einbringen, das war sehr positiv. Schade war die sehr geringe Beteiligung der Bevölkerung an diesem Thema – das wird dem Thema und der guten Organisation leider nicht gerecht“, so die übereinstimmende Feststellung unserer Chefs.
Für den weiteren Verlauf ist es wichtig, dass der angestoßene Prozess nicht ins Stocken gerät. Es gibt sicherlich Aufgaben, die schon unmittelbar und ganz konkret angegangen werden können. Wir wollen da gerne weiter mit dabei sein!
Wenn es Sie interessiert, schauen Sie doch mal auf die folgenden Internetseiten der Stadt Meppen. Dort finden Sie Berichte und Protokolle der Veranstaltungen und können im „Klimaforum“ aktiv mitdiskutieren.
Der komplette Artikel als PDF-Datei für Sie zum Druck:

Klimaschutzkonzept.pdf
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Stromtrassen "elektrisieren" die Massen

Der Landkreis Emsland hatte zu einer Bürgerbeteiligung im Raumordnungsverfahren für die Trassenführung der 380-kV-Stromtrasse im Bereich Emsland-Mitte öffentlich eingeladen. Der voll besetzte Saal Hagen in Haren deutete auf die hohe Brisanz des Themas in der Bevölkerung und auch bei vielen unserer Mandanten hin. So versteht es sich, dass auch unser Unternehmen mit den Geschäftsführern Rudolf Brüning und Andreas Scholz vor Ort war. Lesen Sie hier ihre Stellungnahme zu der Problematik:
Die Veranstaltung verlief aus Sicht der meisten Zuhörer völlig unbefriedigend – das war aber auch kaum anders zu erwarten. Aus den Stellungnahmen der Vorhabenträger war deutlich zu entnehmen, dass es bei der Umsetzung höchstens noch um die Auswahl aus den seit langer Zeit feststehenden Trassenvarianten geht. Das Motto: „Die Sache ist doch lange klar, nur wie sage ich’s dem Volk“ war deutlich zu verspüren.
Die Tatsache, dass Landrat Winter angekündigt hat, solange keine weiteren Beschlüsse im Raumordnungsverfahren zu verabschieden, bis die Frage nach dem Bedarf für weitere Trassen geklärt ist, kann dabei nicht wirklich beruhigen, denn es sind augenscheinlich andere Entscheider, die hier letztlich das Sagen haben. Es ist dennoch löblich, dass sich der Landkreis so sehr für die Öffentlichkeitsbeteiligung einsetzt.
Es lassen sich viele Fragen stellen, die aus unserer Sicht Entscheidende ist aber die nach modernster Technik für die Lösung des Problems. Dabei beschreiben wir das Problem nicht als Frage, ob sich der Strom besser als Drehstromüberlandleitung oder als Erdkabel von der Nordsee in das Ruhrgebiet transportieren lässt. Die Frage im Land der Erfinder, Ingenieure und Techniker kann es doch nur sein, in welcher Form die sich in der Nordsee oder in der Wüste erzeugte Energie am effizientesten an die Stellen des Verbrauches transportieren lässt. Es kann nicht unser Ansporn sein, die Probleme von Morgen mit den Techniken von Gestern oder Vorgestern zu lösen.
Und wenn es dann doch Strom sein soll, der über eine lange Strecke vom Erzeuger zum Ort des Verbrauches transportiert werden soll muss die Frage erlaubt sein, warum das nicht in HGÜ-Technik (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) bis ins Ruhrgebiet erfolgt. Warum wird schon in Heede der Gleichstrom auf Drehstrom umgewandelt?
Warum findet kein „Repowering“ der vorhandenen Transportnetze statt? Möglicherweise mächtigere Masten, die dann voll besetzt sind und die zeitgleich ein Drehstrom- und ein Gleichstromnetz aufnehmen könnten.
Warum setzt man nicht verstärkter auf Speicher- und Energietransformationssysteme, die einen Stromtransport teilweise ersetzen könnten? Hier ist sicher noch nicht alles reif für die Großserie, was Ingenieure und Techniker im Bereich Speichertechnologie entwickeln, aber es gibt vielversprechende Ansätze, die mit mehr Unterstützung im Bereich Forschung sicher schnell in der Lage sind, die Probleme von Morgen mit einer Technik von Übermorgen zu lösen.
Dass das alles Zeit dauert, sollte jedem klar sein – nur diese Zeit sollte man sich nehmen! Und dann muss der Bau neuer Offshore-Windparks auch mal zurückgestellt werden, solange bis der Energietransfer gelöst ist. Wir haben schon den Transrapid „vor die Wand gefahren“, das sollte nicht auch noch beim Energietransfer passieren!
Sollten Sie Fragen oder Anregungen zu dem Thema haben oder von den Planungen besonders betroffen sein, können Sie sich gerne an uns wenden.

Bebauungsplan in Meppen bestätigt

10.04.2012

Nachdem mit Beschluss vom 20.03.2012 das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Lüneburg zurückgewiesen hat, steht nunmehr endgültig fest, dass im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 360, also im Einzugsbereich der Meppener Ortsteile Versen, Fullen und Rühle, die baurechtliche Privilegierung für Stallbauten im Außenbereich hinfällig ist.

Mit dem Plan sind für die meisten bestehenden und wenige noch geplante Stallbauten sog. "Sonderbauflächen" ausgewiesen worden mit festgelegten überbaubaren Bereichen und Emissionskreisen, innerhalb derer Stallbauten künftig noch möglich sind. Für den übrigen Geltungsbereich sind jegliche Stallbauten fortan ausgeschlossen.

"Die Stadt Meppen hat in beispielloser Weise das Privileg der Landwirte zum Bauen im Außenbereich nach Par. 35 Baugesetzbuch angegriffen und nunmehr auch endgültig ausgehebelt. Nach dem Motto: "Wehret den Anfängen" war es aus Sicht der Landwirtschaft somit auch angesagt, alle rechtlichen Schritte auszuschöpfen", so der Geschäftsführer der Landbüro - Agrarberatung und -service GmbH & Co. KG, Andreas Scholz.

Unter rechtlicher Vertretung durch den Fachanwalt Dr. Karl-F. Thedieck aus Osnabrück hat der durch die Planungen betroffene Landwirt Hubert Schulte aus Groß Fullen die Normenkontrollklage beim OVG Lüneburg eingereicht. Hubert Schulte's Betriebsflächen liegen allesamt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes oder im ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet. Der am Rande des Dorfkerns gelegene Betrieb soll sich nach den Planungen nur noch durch geringfügige Bauten an seiner Hofstelle erweitern können, wenn die nun bereits bestehenden Emissionen nicht erhöht werden. Eine durchaus sinnvolle Aussiedlung der Tierhaltung des Betriebes kann nicht mehr stattfinden.
Das OVG Lüneburg hat mit Urteil vom 13.09.2011 (1 KN 56/08) die Planungen der Stadt Meppen im Wesentlichen bestätigt.

"Selbstverständlich kann ein Bebauungsplan geändert werden, aber wie wahrscheinlich ist denn das, wenn die Räte von Nichtlandwirten dominiert werden? Der Landwirt ist hier von Ratsbeschlüssen und einem sehr langwierigen und kostenträchtigen Verfahren abhängig, das ist das Problem. Die Aufstellung von Bebauungsplänen mit Ausweisung von Sonderbauflächen hat sich inzwischen in den veredelungsstarken Regionen massiv ausgedehnt, so dass das privilegierte Bauen quasi aufgehoben wurde. Dabei mag es noch hinnehmbar sein, wenn Kommunen die Nahbereiche um Siedlungsgebiets- und Erholungsflächen auf diese Weise von den negativen Auswirkungen der Ställe abschirmen wollen; wenn dies aber für den gesamten unbeplanten Außenbereich einer Gemeinde erfolgt, dann ist das höchst fraglich.", so Andreas Scholz weiter.

Der Agraringenieur sieht weiterhin Handlungsbedarf: "Planungen, die nahezu den ganzen Außenbereich einer Gemeinde reglementieren, sollten von den Landwirten sehr kritisch geprüft und nötigenfalls gerichtlich angefochten werden. Wir stehen hier mit unseren Erfahrungen gerne beratend zur Seite. Zudem würden wir uns über Partner freuen, die sich an den Verfahrenskosten beteiligen. Diese haben wir im Sinne der Landwirtschaft bislang alleine getragen. Da das Problem aber die ganze Veredelungswirtschaft betrifft, wäre es wünschenswert, wenn diese zeigt, wie wichtig ihr der Erhalt der Wachstumsmöglichkeiten ist."

Wir haben Ihnen zum Download das Urteil des OVG Lüneburg, den Beschluss des BVerwG Leipzig sowie einen Artikel aus der Land und Forst zur Problematik zur Verfügung gestellt.

OVG-Urteil
Download 157,96 K
BVerwG-Beschluss 4 BN 39.11
Download 229,86 K
Land&Forst
Download 1,06 M

Ärger um Biogasanlage

„Biogasanlagen stinken nicht …“
Anlässlich der öffentlichen Diskussion um die Erweiterung einer Biogasanlage im Twister Ortsteil Schöninghsdorf hatten die beiden Geschäftsführer der Landbüro Energie und Technik GmbH in einem Fachgespräch mit der Meppener Tagespost Gelegenheit, ihre Sicht auf die Dinge darzulegen und den Journalisten zahlreiche Hintergrundinformationen über die Biogaserzeugung mitzugeben.
Dabei stellten Andreas Scholz und Rudolf Brüning zunächst heraus, dass Vorfälle, wie sie im Erörterungstermin seitens der Bevölkerung zur Sprache kamen und mit entsprechenden Bildern belegt wurden, in keinster Weise hinnehmbar sind. Wenn Sickersäfte und andere kontaminierte Stoffe in die Oberflächengewässer geleitet werden oder auf dem Gelände versickern und im Ort ständig über erhebliche Geruchsemissionen geklagt wird, dann liegen hier erhebliche Missstände vor, die umgehend zu beseitigen sind. Jeder Betreiber sollte sich der Verantwortung bewusst sein, die er insbesondere für die Umwelt und auch für die Akzeptanz der Biogaserzeugung hat. Damit die Versäumnisse Einzelner nicht auf die vielen Betreiber zurückfallen, die ihre Anlagen sach- und ordnungsgemäß betreiben, sind die hier bekannt gewordenen Sachverhalte auf das Schärfste zu verurteilen.
Der sachgerechte Betrieb einer Biogasanlage verursacht keinen Gestank, eher im Gegenteil: die zuvor direkt gedüngten Wirtschaftsdünger emittieren bei der Ausbringung als Gärrest deutlich weniger. Wenn also eine Anlage dauerhaft oder immer wieder stinkt, kann sicher davon ausgegangen werden, dass hier etwas nicht stimmt.
Über eine Änderung des Flächennutzungsplanes möchte der besagte Betreiber nun die Leistung seiner Anlage erheblich erhöhen. Die Gemeinde Twist soll profitieren, indem sie über ein von ihr zu errichtendes Wärmenetz die öffentlichen und kirchlichen Gebäude im Ort mit Wärme beliefert bekommt. Nach den Aussagen des Planers sollen jährlich 600.000 kWh Wärme abgenommen werden. Auch diese Zahl erstaunt, da dies nicht einmal 15% der Wärmemenge ist, die bereits jetzt auf der Anlage anfällt. Über weitergehende Absichten, die naheliegenden Wohngebiete mit Wärme zu versorgen, wurde nichts bekannt. Auch die Wirtschaftlichkeit des Wärmenetzes erscheint fraglich: Selbst wenn eine Amortisation in 4,5 Jahren errechnet wurde, ist es mitentscheidend, wie hoch der Anteil an Fördermitteln ist, denn auch das sind Steuergelder, mit denen effizient umzugehen ist.
Nach dem Erörterungstermin dürfte den Entscheidungsträgern der Gemeinde klar geworden sein, dass zunächst einige Sachverhalte abzuklären sind, bevor die Planung weitergeführt werden kann. Zurzeit sieht es für viele Schöninghsdorfer Einwohner nach einer Gefälligkeitsplanung für einen unzuverlässigen Betreiber aus.

Laden Sie sich hier die Artikel herunter:

Ärger um Biogasanlage

Biogasanlagen stinken nicht
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Landkreis erstattet Anzeige

Meppener Tagespost - Ärger um Biogasanlage
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